Sicherheit

Die hohe Zuverlässigkeit unserer Reifen ist die Folge von topmoderner Reifentechnologie, gepaart mit unserer jahrzehntelangen Erfahrung auf allen Straßen

Sicherheit und Wartung

Praktische Tipps zur Wartung sowie technische Informationen und Sicherheitshinweise, um jederzeit die bestmögliche Leistung aus Ihren Metzeler Reifen herauszuholen

  • Leistung auf der Straße
  • Neue Reifen
  • Reifenmontage
  • Reifenlagerung
  • Schaden & Reparatur
  • Reifenbauarten

Reifendruck

Pumpen Sie den Reifen immer bis zum korrekten Luftdruck auf. Kontrollieren Sie den Luftdruck bei kalten Reifen unbedingt regelmäßig, z.B. einmal pro Woche. Obwohl viele Motorradfahrer gerne Wartungsarbeiten in Eigenregie vornehmen, wird der Check des Reifendrucks oft vergessen. Der korrekte Reifendruck ist jedoch entscheidend für ein sicheres Fahrverhalten. Ein zu hoher oder extremer Druck beeinträchtigt den Fahrkomfort und verkleinert die Reifenaufstandsfläche auf der Straße. Zu geringer Luftdruck führt dagegen zu schlechtem Handling, und das Motorrad beginnt auf der Straße zu "wandern". Falscher Reifendruck führt auch zu ungleichmäßiger oder übermäßiger Abnutzung, erhöhtem Spritverbrauch, geringerer Höchstgeschwindigkeit und allgemein schlechterer Fahrzeugkontrolle. Daher ist eine wöchentliche Luftdruckkontrolle ein Muss. Sie finden die richtigen Angaben hierfür in der Betriebsanleitung Ihres Motorrads oder bei den Informationen von Metzeler. Achtung: Wenn der korrekte Luftdruck für den Betrieb jenseits öffentlicher Straßen (Rennstrecke oder Offroad-Betrieb) abgesenkt wurde, muss dieser vor dem Wechsel auf die Straße wieder auf den korrekten Wert angehoben werden.

Tragfähigkeit und Geschwindigkeit

Die Reifentragfähigkeit und die Höchstgeschwindigkeit sind in der Reifenkennung festgelegt. Die zulässigen Achslasten eines Reifens werden durch eine Indexzahl festgelegt und dürfen nicht überschritten werden (bitte auch das zulässige Maximalgewicht des Fahrzeugs beachten).

Einfahren

Für beste Leistung sollten neue Reifen auf den ersten 100 bis 200 Kilometern vorsichtig bewegt werden. Während dieser Einfahrphase sollten plötzliches Beschleunigen, harte Bremsmanöver und hohe Schräglagen vermieden werden.

Profiltiefe

Prinzipiell gelten die gesetzlichen Vorgaben für das Erneuern der Reifen. Metzeler empfiehlt einen Wechsel, wenn 2 mm Profiltiefe erreicht sind.

Neue Reifen

Bei der Montage von neuen TT (Tubetype)-Reifen sind grundsätzlich neue Luftschläuche einzulegen. Da sich die alten Schläuche gedehnt haben, besteht bei einer Wiederverwendung die Gefahr der Faltenbildung, wodurch die Schläuche im Fahrbetrieb aufreißen können. Bei der Montage von neuen TL (Tubeless)-Reifen wird aus Sicherheitsgründen empfohlen, neue Ventile zu verwenden. Da beim Bremsen, Beschleunigen, schneller Autobahnfahrt etc. die Zentrifugalkräfte im Extremfall das Ventil um bis zu 90° verbiegen, müssen kurze Ventile verwendet werden. Im dynamischen Zustand bei Geschwindigkeiten über 200 km/h werden die Fliehkräfte, die auf die Masse des Ventileinsatzes wirken, so groß, dass die Federvorspannung und der Innendruck nicht mehr ausreichen, um das Ventil geschlossen zu halten. Bei kurzen Ventileinsätzen ist die Schließkraft höher bzw. die bewegte Masse geringer, sodass das Ventil bis zur V-Max der Reifen geschlossen bleibt. Noch besser sind kurze Ventileinsätze mit rotem Teflonring. Diese haben eine wesentlich höhere Federvorspannung. Metzeler Tubeless-Reifen können auf allen Normfelgen mit Schlauch unter folgenden Bedingungen montiert werden: nur Metzeler Schläuche verwenden, Tubeless-Reifen dürfen mit Schlauch nur bis max. 230 km/h gefahren werden,Vorgaben des Herstellers müssen eingehalten werden.

Reifenmontage - wichtige Information - Warnung

Reifen dürfen nur auf Fahrzeugen eingesetzt werden, auf denen Motorradreifen vom Hersteller vorgesehen sind. Jegliche andere Nutzung kann gefährlich sein. Prüfen Sie, ob der Reifen mit Laufrichtungsanzeigern versehen ist. Wenn ja, muss der Reifen so montiert werden, dass die Pfeile in Laufrichtung zeigen. Einige Metzeler Reifen besitzen einen roten Punkt auf der Seitenwand. Er kennzeichnet den leichtesten Bereich des Reifens und sollte nahe dem Ventil positioniert werden. Um das Felgenhorn zu schmieren, sollten nur Reifenmontagepaste oder Seifenwasser verwendet werden. Um den Reifenwulst in sein Bett zu bekommen, den Ventileinsatz entfernen und aufpumpen.

Auswuchten

Elastische Körper wie Reifen können nicht perfekt "rund" und ohne Unwucht gefertigt werden. Daher muss der Reifen nach der Montage immer zunächst ausgewuchtet werden. Es gibt zwei Methoden: statisch und dynamisch. Die statische Unwucht kann ohne Rotation des Rades „ausgewogen“ werden. Die dynamische Unwucht kann nur durch eine Wuchtmaschine ermittelt werden. Sie berücksichtigt auch die Abweichung der Massen relativ zur Mittelachse des Reifens. Metzeler empfiehlt das dynamische Wuchten bei Felgenbreiten oberhalb von 2,5 Zoll.

Spureinstellung

Stellen Sie sicher, dass nach der Montage des Hinterreifens oder der Einstellung der Kettenspannung die Spur wieder korrekt justiert ist. Jede Umdrehung eines fehlerhaft eingebauten Rades führt zu übermäßigem Verschleiß und beeinflusst das Lenk- und Schräglagenverhalten.

Reifenlagerung

Lagern Sie Reifen in einem kühlen, trockenen, dunklen und moderat belüfteten Raum. Die Lagertemperatur sollte sich nicht signifikant verändern und unterhalb von 25° Celsius liegen. Ein direkter Kontakt mit Heizungsrohren oder Heizungsradiatoren muss vermieden werden. Da Ozon die Reifenalterung unterstützt, sollten die Reifen nicht in der Nähe von Elektromotoren oder anderen Geräten gelagert werden, die Funken oder andere elektrische Entladungen (und damit auch die Bildung von Ozon) verursachen können. Der Kontakt mit Öl oder Treibstoffen jeder Art kann die Lauffläche derart angreifen, dass der Reifen nicht mehr auf der Straße genutzt werden kann. Daher müssen Öl- oder Treibstoffflecken sofort mit einem sauberen Tuch entfernt werden.

Reifenreparaturen

Schlauchlose Reifen: Da es hierfür unterschiedliche nationale Regelungen gibt, können wir keine allgemein gültigen Empfehlungen zu Reifenreparaturen geben. Bitte wenden Sie sich an Ihren Händler für weitere Informationen zu den für Sie gültigen Regelungen. Wenn Sie einen Reifen reparieren dürfen, empfehlen wir, Reparaturen nur bei kleinen Stichen im Bereich der Lauffläche durchzuführen und dafür einen pilzförmigen Reparaturstecker einzusetzen. Derjenige, der die Reparatur ausführt, ist der einzig Verantwortliche für die Reparatur und die daraus resultierenden Vorgaben für den Nutzer. Bitte beachten: Das Einlegen eines Luftschlauchs zum Abdichten eines beschädigten Tubeless-Reifens ist verboten. Schlauchreifen: Die Reparatur eines Schlauchs ist nicht zulässig, ein durchstochener Schlauch muss ersetzt werden. Außerdem müssen bei einem Durchstich-Schaden der Reifen und die Felge von einem Fachmann geprüft werden. Die Stichverletzung am Reifen muss von einem lokalen Vulkanisierbetrieb und von einer ausgebildeten Fachkraft repariert werden. Wichtig ist, dass keine Feuchtigkeit die Reifenstruktur angreifen kann. Diese Person ist gegenüber dem Nutzer allein verantwortlich für die Reparatur und die Kontrolle des reparierten Reifens.

Nachschneiden

Ein Nachschneiden des Laufflächenprofils oder das Hinzufügen weiterer Rillen in der Lauffläche ist nicht zulässig. Dies kann einen negativen Effekt auf Leistung und Sicherheit haben.

Leistungsprüfstände

Leistungsprüfstände stellen für die Reifen eine Extrembelastung dar. Im Prüfstandsbetrieb können sichtbare und versteckte Reifenschäden entstehen, die unter Umständen erst viel später zum plötzlichen Ausfall führen können. Daher dürfen Motorradreifen, die auf Leistungsprüfständen benutzt wurden, nicht mehr im Fahrbetrieb verwendet werden.

Unterschiedliche Reifenbauarten

Bei Metzeler gibt es drei unterschiedliche Bauarten von Reifen: Diagonalreifen ("-"), Diagonal-Gürtelreifen ("B") und Radialreifen ("R"). Die Fähigkeit des Reifens, Seitenführungs- und Umfangskräfte aufzunehmen, ist bei jeder Bauart unterschiedlich. Daher kann eine Kombination verschiedener Reifenbauarten die Leistungsfähigkeit eines Motorrads beeinflussen. Es sind nur die Kombinationen erlaubt, die in den Unterlagen des Herstellers vermerkt sind.

Unterschiedliche Profilmuster

Metzeler hat Vorder- und Hinterreifen mit unterschiedlichen Profilmustern und für unterschiedliche Einsatzgebiete im Angebot, die teilweise für eine gemeinsame Nutzung ausgelegt sind und sich dann sehr gut ergänzen. Dies gilt jedoch nicht bei unterschiedlich ausgelegten Reifen. So ist es nicht zulässig, ein Offroad- mit einem Straßenprofil zu kombinieren.

Unterschiedliche Reifenmarken an Vorder- und Hinterrad

Die Kombination von Reifen unterschiedlicher Hersteller an Vorder- und Hinterrad kann zu Problemen führen. Da wir Metzeler Reifen leider nicht in Kombination mit den Produkten von Wettbewerbern testen können, bitten wir Sie aus Sicherheitsgründen eindringlich, an beiden Rädern auf Metzeler Reifen zu vertrauen.